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Leadership und Teamentwicklung 4.0 in Zeiten der Digitalisierung - Interview mit Gerrit Mauch, Topexperte in Personalfragen

25 Apr 2017

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Leadership und Teamentwicklung 4.0 in Zeiten der Digitalisierung - Interview mit Wolfgang Schleith

February 8, 2017

 

Leadership und Teamentwicklung sind fundamentale Erfolgsfaktoren für den erfolgreichen Umgang mit der Digitalisierung. Herausragende Persönlichkeiten nehmen zu 5 + 1 Frage(n) Stellung zu diesem spannenden Thema.

 

 

 

 

Wolfgang Schleith – seit über 20 Jahren Projektmanager in großen, internationalen und komplexen Projekten

Branchenerfahrung: Banken, Luftfahrt, Nahrungsmittelindustrie, IT-Dienstleistung, Automobil, Steuer- und Wirtschaftsprüfung, Landesbehörden, Logistik, Pharma

Coaching und Training in den Bereichen Team-Coaching, Team-Entwicklung, Methoden Coaching im Bereich Projektmanagement (IPMA und Agil)

 

 

 

1. AP: Welches sind für Sie die entscheidenden Komponenten von Leadership und Teamentwicklung in Zeiten der Digitalisierung?

 

WS: Heute gibt es kaum noch ein Projekt, welches nicht nach den agilen Projektmanagement-Methoden wie SCRUM, SAFe, DSDM durchgeführt wird. Hier ist einer der zentralen Punkte, dass sich die Teams selbst organisieren. Um ein Projekt erfolgreich zu gestalten, muss im Team klar sein, was „Team“ und „Selbstorganisation“ bedeutet. Der Projektmanager oder die Führungskraft bekommt hierbei immer mehr die Rolle des Team-Coaches. Er greift also nicht in die eigentlichen Prozesse ein, sondern hilft dem Team dessen optimales Potenzial auszuschöpfen.

 

2. AP: Wo liegen die größten Herausforderungen einer Führungskraft in der heutigen Zeit?

 

WS: In vielen Unternehmen werden von den oberen Managementebenen „agile Projektmethoden“ gefordert, um ein Produkt schneller auf den Markt zu bringen (Time to Market). Leider sind es aber auch diese Managementebenen, die Ergebnisse und Planungen nach den „traditionellen“ Methoden abverlangen – z.B. einen detaillierten Projekt- und Budgetplan. Dieses Vorgehen steht aber im Widerspruch zu "agil". Für die Führungskraft oder den Projektmanager gilt es, das Management von den Vorteilen einer agilen Projektwelt zu überzeugen, ohne dass diese durch die traditionellen Ansätze „verwässert“ werden. Das Projektteam kann zu Beginn eines Projektes nicht alle gewünschten Planungsdetails liefern. Wird es dazu aber „genötigt“, entsteht sehr schnell ein großes Frustpotenzial, welches die Teamzusammenarbeit und damit auch den Projekterfolg massiv gefährdet.

 

3. AP: Bitte schildern Sie Ihr beeindruckendstes Beispiel, bei dem es gelingt Mitarbeiter „mit auf die Reise zu nehmen“?

 

WS: Dies war 2012 ein großes Software-Entwicklungsprojekt, bei dem ein altes Dokumentenmanagementsystem (DMS) gegen eine Eigenentwicklung auf Basis von MS SharePoint ersetzt wurde. Dem Projekt wurde zu Beginn keine Erfolgschance eingeräumt, da das Thema sehr komplex und auch politisch im Unternehmen vorbelastet war. 
Aber genau das war die Herausforderung, der sich das Projektteam gestellt hat. Das Team wollte von Anfang an beweisen, dass der Projekterfolg sehr wohl möglich ist. Dies kann man sehr gut mit einer Sportmannschaft vergleichen, der keine Chance gegen einen vermeintlich überstarken Gegner eingeräumt wird.

Das Projektteam hat letztlich das Projekt exakt nach 14 Monaten in „Time, Budget und Quality“ abgeliefert. In dieser Zeit sind sehr viele persönliche Freundschaften entstanden, die noch heute Bestand haben.

 

4. AP: Was glauben Sie, sind die entscheidenden Faktoren, um die Digitalisierung langfristig erfolgreich zu meistern?

 

WS: Projektmanager, Führungskräfte und das Management muss ihren Teams vertrauen und nicht nur Aufgaben, sondern viel mehr Verantwortlichkeiten und Rollen in die Teams delegieren. Die Teams wiederum müssen diese Verantwortlichkeiten und Rollen annehmen und als TEAM zusammenarbeiten.

 

5. AP: Welches werden die entscheidenden Herausforderungen rund um Leadership und Teamdevelopment in 10 Jahren sein?

 

WS: Die Teams werden physisch immer weniger zusammenkommen. Der direkte soziale Kontakt wird verloren gehen. Die wichtigen „Gespräche in der Kaffeeküche“ werden nicht mehr stattfinden. Teams werden durch die Globalisierung immer weiter verteilt arbeiten. Es wird mehr interkulturelle Konflikte geben, da man sich, durch den fehlenden direkten Kontakt, nicht so gut in den anderen hineinversetzen kann. Die meisten Konflikte entstehen schon heute durch falsch gewählte Kommunikationskanäle wie z.B. Email. Dies wird sich zukünftig noch verstärken. Abhilfe könnte hier zumindest ein wenig die verstärkte Nutzung von Video-Chats etc. bringen.

 

5+1 AP: Was ist Ihr wichtigster Tipp, den Sie jungen Führungskräften heute geben würden?

 

WS: „Team First“. Vertraue Deinem Team. Du bekommst von Deinem Team immer das zurück, was du Deinem Team gibst – nur viel stärker. Sowohl im positiven wie auch im negativen Sinne.

 

Vielen Dank Herr Schleith für diese Einsichten und weiterhin viel Erfolg!

 

Eine Inspiration möchte ich gerne noch mit Ihnen teilen:

 

Ingo Stoll in t3n: Wie Unternehmen durch die digitale Transformation driften

http://t3n.de/news/digitale-transformation-fuer-unternehmen-790016/

 

 

 

 

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