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Andreas Prause, Frankfurt
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Leadership und Teamentwicklung 4.0 in Zeiten der Digitalisierung - Interview mit Gerrit Mauch, Topexperte in Personalfragen

25 Apr 2017

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Leadership und Teamentwicklung 4.0 in Zeiten der Digitalisierung - Interview mit Gerrit Mauch, Topexperte in Personalfragen

April 25, 2017

 

 

 

Führung und Teamentwicklung sind entscheidende Erfolgsfaktoren für den wirksamen Umgang mit Digitalisierung. Erfahrene Persönlichkeiten stellen sich 5+1 Frage im Interview mit Andreas Prause.

 

 

Als erfahrener Personaler begleitete Gerrit Mauch leitende Positionen im HR Development. Mehrfach als Trainer und Weiterbildungsspezialist ausgezeichnet ist er für die Produktentwicklung und Strukturierung der retencon AG zuständig. Zu seinen Auszeichnungen zählen u. a. der Initiativpreis Fort – und Weiterbildung der DIHK (2004), der Chief Learning Officer Award der Fachzeitschrift „wirtschaft & weiterbildung“ sowie der Internationale Deutsche Trainingspreis in Gold und Silber.

 

Welches sind für Sie die entscheidenden Komponenten von Leadership und Teamentwicklung in Zeiten der Digitalisierung?

Gerrit Mauch: Für mich sind zwei Punkte zentral:

1. Aus dem Sport kennen wir die Rollenklarheit, diese ist in der Digitalisierung wichtiger denn je. Wenn man in die Fußball Bundesliga schaut kann man an meinem „Herzensverein“ dem HSV sehen, was ein „gestörtes“ Teamgefüge für Konsequenzen hat.

2. Erfolg definiert sich nicht mehr über das Erreichen eines bestimmten Zieles, vielmehr wird Erfolg daran gemessen, welche Entscheidungen die Erfolgswahrscheinlichkeit erhöhen.

Sprich wie im Sport verzeiht man den tragischen Helden, die das Beste gegeben haben, es jedoch durch eine schlechte Schiedsrichter Leistung nicht zum abschließenden Sieg schafften. 

 

Wo liegen die größten Herausforderungen einer Führungskraft in der heutigen Zeit?

 

Gerrit Mauch: Der hohe Anspruch an Entscheidungs- und Dialogfähigkeit, schafft für Führungskräfte ein Paradox. Auf der einen Seite sollen schnelle Entscheidungen getroffen werden, auf der anderen Seite kostet ein „gutes“ Mitarbeitergespräch Zeit. 

Führungskräfte müssen damit lernen auf Fähigkeiten“blind“ zu vertrauen und auf der anderen Seite für gute Zuspiele sorgen. Das erfordert eine neue mentale Präsenz und eine neue teamorientierte Haltung.

 

Bitte schildern Sie Ihr beeindruckendstes Beispiel, bei dem es gelingt Mitarbeiter „mit auf die Reise zu nehmen“?

 

Gerrit Mauch: Für mich haben dies die beiden Gründer der Accor Hotelkette geschafft. Bereits in den 70ger Jahren, wurde den Beiden bewusst, dass Mitarbeiter nur dann selbstständig handeln, wenn sie keine negativen Restriktionen zu erwarten hatten, sobald sie eine Entscheidung trafen.

Die bedeutete nicht Beliebigkeit, vielmehr wurden kritische oder scheinbar falsche Entscheidungen mit Hilfe der Unternehmenswerte betrachtet und diskutiert. Dies Konzept war bei zeitweise 157.000 Mitarbeitern weltweit nicht immer durchzuhalten, gehörte jedoch trotz heutiger internationalen Kapitalisierung zur DNA.

 

Was glauben Sie, sind die entscheidenden Faktoren, um die Digitalisierung langfristig erfolgreich zu meistern?

 

Gerrit Mauch: Mut, muss das Schlagwort Tun ersetzen. Es gibt in der Digitalisierung eine Wahlmöglichkeit. Man findet heraus aus der Welt der Prozesse und des standardisierten Fachwissens oder man entscheidet sich der letzte Überlebende in einem Bereich zu werden, in dem man bis zum Schluss versucht der Beste zu sein. Ein Problem der heutigen Zeit ist das der durchschnittliche Lebenszyklus von Unternehmen inzwischen kürzer ist, als die durchschnittliche Lebensarbeitszeit der Mitarbeiter. Egal welchen Weg ein Mittelständer heute einschlägt er braucht Mut und Risikobereitschaft um sein Überleben zu sichern.

 

Welches werden die entscheidenden Herausforderungen rund um Leadership und Teamdevelopment in 10 Jahren sein?

Gerrit Mauch: Es werden die gleichen Herausforderungen wie vor 10 Jahren oder auch heute sein. Wie verbessere ich das Zusammenspiel und werde gleichzeitig flexibler. Das Umfeld in dem dies geschieht ist von Matthias Horx bereits hinreichend erforscht und beschrieben.

 

5+1: Was ist Ihr wichtigster Tipp, den Sie jungen Führungskräften heute geben würden?

 

Werden Sie Teamspieler und dies nicht nach Plattitüde, sondern weil Sie es wollen.

 

Vielen Dank Herr Mauch für diese Einsichten und weiterhin viel Erfolg!

 

 

 

 

 

 

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